Heute vor drei Jahren haben wir Paul Fröhlich verloren – das war für die Familie, für seine Freunde und viele andere Menschen und auch für das Team der naTo ein totaler Schock. Wir versuchen seitdem, die großen Open Air Events, die Paul maßgeblich miterfunden und gestaltet hat, in seinem Sinne weiterzuführen. Das ist ohne ihn schwer – wir merken es seit drei Jahren jedes Jahr von Neuem. Aber wir werden auf diesem Weg weitgergehen – und Paul, wir hoffen, wenn Du von Deiner Wolke im Himmel auf uns herunterschaust, dass Dir gefällt, was sie da so treiben, die Bürgerinnen und Bürger der Messe-Metropole.
Paul Fröhlich 17.4.1962 – 19.7.2009
Sein Tod hat ein Riesenloch gerissen und wir werden Jahre brauchen um es zu schließen.
Wir werden es versuchen – für Paul.
Pauls Bank
Vor 13 Jahren wurde Pauls Bank von Freund:innen und Wegbegeleiter:innen des genialen Entertainers, ehemaligen Leiters der naTo und Mitarbeiters im Leipziger Kulturamt am Aufgang zum Fockeberg aufgestellt. Nach dieser langen Zeit waren einige Reparaturen und Erneuerungen nötig, die abgeschlossene Sanierung von Pauls Bank wurde am 17.04.2025 gebührend gefeiert. Die Sanierungskosten konnten durch Spenden noch nicht vollständig gedeckt werden, außerdem werden auch in Zukunft weitere Instandhaltungskosten anfallen. Wenn ihr für den Erhalt von Pauls Bank spenden möchtet, könnt ihr dies sehr gerne hier:
Stadt-Umland LPV LeipzigGrün e.V.
IBAN DE 74860502001041048641
BIC SOLADES1GRM
Sparkasse Muldental
Verwendungszweck angeben: Pauls Bank
Eine Initiative des Stadt-Umland LPV LeipzigGrün gemeinsam mit der Bürgerstiftung Leipzig, dem naTo e.V. Leipzig und dem Fröhlichen Chor Leipzig.
Briefe an Paul
Hier schreiben wir als Team der naTo in mehreren kurzen, sehr persönlichen Briefen an Paul Fröhlich. Die Texte sind unsere Art des jährlichen Gedenkens rund um die Open-Air-Events, die er maßgeblich mit erfunden und geprägt hat: Wir erzählen vom Schock des Verlusts, davon, wie schwer es ohne ihn ist, und wie präsent er bei Planung, Durchführung und in unseren Erinnerungen weiterhin bleibt.
Drei Jahre… (Sommer 2012)
Hallo Paul! (Sep. 2011)
Jetzt sind es schon über zwei Jahre, in denen wir die großen Open-Air-Events ohne Dich auf die Reihe bekommen müssen und – wir merken es jedes Mal – Du bist immer noch das Maß der Dinge. Wie das geht, den Unterhaltungswert einer Veranstaltung in spektakuläre Höhen nach oben zu schrauben, das hast Du, wahrscheinlich für alle Zeiten, gezeigt und vorgegeben. In jedem unserer Vorbereitungs- und Auswertungsgespräche fällt unausweichlich mehrmals Dein Name – wie Du bestimmte Dinge gemacht und gelöst hast und wie wir heute versuchen können, das ohne Dich, auf andere Weise, mit anderen Menschen, nachzuempfinden.
Wir bemühen uns bei unseren Events, die von Dir so hochgelegte Messlatte wieder zu erreichen und mit uns Deine nachfolgenden Moderatoren-Kollegen, die sehr respektvoll und sehr respektabel, die ersten längeren Strecken in Deinen großen Fußspuren zurückgelegt haben.
Gerade haben wir den Cup zum dritten Mal ohne Dich hinter uns gebracht, den wir aus gutem Grund nach Dir benannt haben. Dieses Mal mit deutlich weniger Mannschaften als sonst, da überlegen wir natürlich schon, woran das lag und haben uns auf „normale Schwankungen“ geeinigt. Nachdem beim ersten cup ohne Dich so ziemlich alles schief ging, was schief gehen konnte und es zudem gegen Ende auch noch in Strömen regnete (das passte gut zu unserer damaligen Stimmung), sind wir langsam wieder aus diesem Tal heraus. Gelobt wurde die Musikauswahl, was uns besonders freut, da diese ja zum großen Teil auch noch auf Dich zurückgeht. Dass die Gewinner des Designpreises („Asselvereinigung Südvorstadt“), spontan das halbe Preisgeld für die Aktion „Eine Bank für Paul“ gespendet haben, hat uns ebenfalls sehr gefreut.
So bist Du auf vielfältige Weise, in unseren Events, dem Neujahrssingen der Leipziger Gastronomen und auch bald in einem originellen Sitzmöbel nach wie vor immer ganz nah bei uns!
Hallo Paul! (Juli 2010)
Jetzt haben wir erstmals alle großen Open-Air-Events ohne Dich als „Spiritus Rector“ durchgeführt. Und es war – wie erwartet – schwer.
Gleichzeitig halten die Anstrengungen, Deine großen, großen Fußspuren Schritt für Schritt auszufüllen, unsere Erinnerung an Dich sehr lebendig und wach. Indem wir Deine Arbeit fortsetzen, lebst Du in uns, in den Seifenkisten-, Badewannen- und Fußballteams und in den tausenden Besuchern der Events weiter, die Du mit uns erfunden und zu großen, rauschenden Festen entwickelt hast. Auf diesem Weg werden wir, gemeinsam mit Freunden und Kollegen weitergehen, das haben wir versprochen und – davon sind wir überzeugt – das hättest Du genauso gewollt.
Es wird nicht mehr so sein, wie mit Dir, das wissen und fühlen wir.
Es ist unsere Art, wie Du auf eine gewissen Weise doch weiterlebst – in unseren Köpfen und in unseren Herzen.