Gewappnete Stadt – Spurwechsel in der Klimadiskussion
In einer Zeit, in der wir beginnen, die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels immmer mehr zu spüren, möchten wir mit unserem Projekt „Gewappnete Stadt“ herausfinden, wie eine lokale, pragmatische, kollektive und in gewisser Weise zuversichtliche Perspektive auf den Klimawandel aussehen kann. Um uns für das Leben in der Krise zu wappnen, fragen wir dabei, wie wir bei all den Unwägbarkeiten, die durch den Klimawandel auf uns zukommen, handlungsfähig werden und in Leipzig eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten.
Dabei möchten wir einseits Maßnahmen in den Blick nehmen, die dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten oder abzumildern, andererseits aber auch Maßnahmen betrachten, die die Auswirkungen wie beispielsweise Extremwetter.
Aufgrund dessen will das Projekt konkrete Themen wie städtische Begrünung, Wasserversorgung, Kühlräume, Brandvorsorge oder Hochwassersschutz in den Blick nehmen, also Präventionsmaßnahmen, die jetzt in Gang gebracht werden müssen, um uns in naher Zukunft vor den durch den Klimawandel ausgelösten Krisen zu schützen. Darüber ist es unser Ziel, einen Grundstein für ein neues Netzwerk aus Vereinen, Initiativen und Nachbarschaftskollektiven zu legen, die in den Krisensituationen essentiell sein werden.
Das Projekt startete Anfang September mit einem mehrtägigen Comic-Workshop mit dem Berliner Comiczeicher Auge Lorenz unter dem Motto „Comics4Future“.
Weitere Termine:
02.12.25 18:00
Tadzio Müller: Handlungsfähig im Klimakollaps: SoliPreppen gegen die Angst (und den Faschismus)
Veranstaltungsort: Cinémathèque Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 109
Das Klima kollabiert, der Faschismus kommt der Macht immer näher – und ein erheblicher Teil der Gesellschaft verharrt in der Verdrängung dieser Tatsachen. Weil wir Angst haben vor einer Zukunft voller Katastrophen, Ohnmacht, Dunkelheit. Genau hier setzt die entstehende Kollapsbewegung“ an: durch die gemeinsame Akzeptanz des Scheiterns unserer bisherigen Strategien eröffnet sie den Raum, realistische Strategien für solidarische Praxen in einer zunehmend katastrophalen Zukunft zu entwickeln. Das nimmt schon mal ein wenig die Angst vor der Zukunft, und macht es dem Faschismus schwerer, die Gesellschaft zu erobern.
Tadzio Müller ist Politikwissenschaftler und Klimagerechtigkeitsaktivist. Er war erster Referent für Klimagerechtigkeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Mitbegründer der Anti-Kohle-Initiative »Ende Gelände«. Auf seinem Blog friedlichesabotage.net diskutiert er Strategien der Klimabewegung.
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Projektes „Gewappnete Stadt – Spurwechsel in der Klimadiskussion“ des naTo e.V.
Dieses Projekt wird gefördert durch das Kulturamt Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.





