Leipzig liest 26/die naTo zu Gast im Werk 2/Halle A: Nordische Lesenacht
Achtung: Anderer Veranstaltungsort! Im Werk 2/Halle A

Lesung @ Halle D neu Fr 20.03 18:30 Einlass: 17:45 Tickets kaufenconfirmation_number

Kein Messefreitag ohne Nordische Lesenacht im Werk 2, zu der zehn Autorinnen und Autoren aus Nordeuropa wieder viel neuen Lesestoff mitbringen: Entsprechend vielfältig geht es auch in den vorgestellten Büchern zu: es geht um Wikinger, um Liebe in und zwischen den Kriegen, werdende Mütter und unwillige Großmütter, um Trauer und Erinnerungen, Künstlerromane und Familiengeschichte, um Herkunft, Zugehörigkeit und das Leben zwischen Schweigen und Sprache – und wann man einen Hund braucht. Es lesen: Tonny Gulløv, Josefine Klougart, Kjel Westö, Sirpa Kähkönen, Ragnar Helgi Ólafsson, Auður Ava Ólafsdóttir, Line Baugstø, Maria Navarro Skaranger, Mattias Timander und Lisa Ridzén.
Die Gespräche mit den Autor*innen führen Grit Thunemann, Ebba Drolshagen, Justus Carl, Frank Zuber, Richard Stoiber, Stefan Moster und Stephan Opitz.
Eine Veranstaltung des sozio-kulturellen Zentrums »die naTo« in Zusammenarbeit mit den Botschaften und Kulturinstituten der nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden in Deutschland im Rahmen von Leipzig liest 2026.

Tonny Gulløv: »Die Feuerprobe« (Millenium-Serie) (DK | Rowohlt Verlag)

Ein Schwergewicht im Wikinger-Genre. Unterhaltung mit Mehrwert, intensiv recherchiert und knallhart erzählt. Der vierte Teil von Tonny Gulløvs erfolgreicher Wikinger-Saga.
Ulv Palnatoke ist keiner, der sich vor irgendjemandem beugt – weder vor dem König Dänemarks, Harald Blauzahn, noch vor dem blutrünstigen Otto dem Großen. Den schmerzt noch immer die demütigende Niederlage, die Palnatoke ihm zugefügt hat. Das Jahr ist 960. Otto der Große steht mit seiner enormen Streitmacht am Schutzwall Danewerk. Er will die Dänen zum Christentum zwingen. Oder dabei sterben – bei Letzterem wäre Palnatoke ihm gern behilflich. Harald Blauzahn scheut keine Mittel in seinem erbitterten Kampf, die Krone in Jelling zu behalten. Er ruft Palnatoke, um Otto dem Großen erneut Einhalt zu gebieten. Nur die Götter wissen, ob sein Kampfgeist, seine Willenskraft und sein legendäres Temperament dieser Aufgabe gewachsen sind.

Tonny Gulløv verschlang zahllose historische Mittelalter- und Wikingerromane von Autoren wie Ken Follett und Bernard Cornwell, recherchierte drei Jahre lang und sprach mit mehr als zwanzig Experten, bevor er anfing zu schreiben. Als der erste Band seiner Serie «Millennium Kingdom» in Dänemark erschien, wurde das Buch sofort zum Erfolg. Wenig später wurden seine Bücher auch auf Schwedisch und Norwegisch veröffentlicht und eroberten Skandinavien im Sturm. Der Autor lebt mit seiner Familie in Kopenhagen.
Moderation: Justus Carl und Frank Zuber

Josefine Klougart: »das alles könntest du haben« (DK | März Verlag)

»Das alles könntest du haben« ist zugleich eine berührende Familiengeschichte, ein unverblümter Künstlerroman und ein meditativer Essay über Zeit, Tod und Sprache.
Es ist Winter. Die Schriftstellerin Barbara kehrt mit ihrem Neugeborenen nach Jütland zurück, um Zeit mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zu verbringen. Während die Ärzte darum kämpfen, ihren Vater nach einer schweren Herzoperation zurück ins Leben zu holen, beginnt Barbara damit, sich intensiv mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Dass sie das Leben ihrer Familienmitglieder in ihre Romane überführt hat, sorgt bereits für Unmut. Ohnehin verblasst die einst so enge Bindung zu ihrer Schwester angesichts zahlreicher Konflikte. Und nicht zuletzt erinnert sie sich immer wehmütiger an ihre eigenen Träume als junge Frau. Was ist nur aus ihnen geworden? Das ist doch noch gar nicht so lange her.

Jede Figur in diesem vielschichtigen Roman sucht nach einem Sinn in der Vergänglichkeit: Barbaras Mutter in der steten Beschäftigung, ihre kleine Schwester in der Erinnerung und sie selbst im Schreiben. So fragt Josefine Klougart, ob Kunst das retten kann, was man im Leben unweigerlich verliert, und wie sehr wir uns die Geschichten anderer zu eigen machen können.
Nominiert für den DR-Romanpreis, den Politiken-Literaturpreis und den Montana-Literaturpreis.
Übersetzung: Peter Urban-Halle
Moderation: Richard Stoiber

Kjell Westö: »Dämmerung« (FI | Piper Verlag)

Zwei Liebende im finnisch-russischen Winterkrieg. Ein schlechtes Gewissen ist der beste Antrieb, Gutes zu tun
Helsinki, 1940/41. Für die junge Schauspielerin Molly fällt das Trauma des Krieges mit einer Krise ihrer künstlerischen Identität zusammen. Der Journalist Henry leidet unter den psychischen Folgen seines Einsatzes als Kriegsreporter und unter dem Konflikt mit der Redaktion, die seine ungeschönten Berichte nicht drucken will. Die fragile, oft dramatische Beziehung der beiden festigt sich in der Zeit des „Zwischenfriedens“ – bis Finnland in den Zweiten Weltkrieg gezogen wird. Eine elegische Liebesgeschichte vor der Kulisse einer Hauptstadt im Ausnahmezustand, fesselnd und erkenntnisreich.

Der 1961 geborene finnlandschwedische Schriftsteller Kjell Westö hat ein umfangreiches Werk vorgelegt; seinen ersten Auftritt im deutschsprachigen Markt hatte er mit dem Roman „Vom Risiko, ein Skrake zu sein“ im Jahr 2005. Deutschsprachig folgten „Das Trommeln des Regens“, »Wo wir einst gingen«, »Geh nicht einsam in die Nacht« und »Das Trugbild« 2014. Im Sommer 2023 erschien als bislang letztes Werk »skymning 41«. Er ist vielfach preisgekrönt, zuletzt wurde er ausgezeichnet mit dem Finnland-Preis der schwedischen Akademie (2018) und dem Svenska Yles litteraturpris 2020. Er lebt in Helsinki.
Moderation: Stephan Opitz 

Sirpa Kähkönen: »Komm, Mama« (FI | Blessing Verlag)

Eine Tochter nimmt Abschied von ihrer verstorbenen Mutter. Eine einzige Nacht lang versucht sie, anhand von Fotos, Gegenständen und Erinnerungen deren Leben zu verstehen – und begibt sich dabei auch auf eine erkenntnisreiche, tröstende Reise zu sich selbst.
In ihrem autofiktionalen Roman führt uns Sirpa Kähkönen vom Helsinki der Jetztzeit in die ostfinnische Provinz der 1920er Jahre, ins Zeitalter der Holzhäuser und Dampflokomotiven, beleuchtet die Aufbaujahre der 1970er und kehrt schließlich zurück in die Gegenwart. Und nähert sich immer wieder den Schatten, die seit Generationen über ihrer Familie liegen.
»Ein geschickt konstruiertes Requiem, das man nicht mit trockenen Augen lesen kann. Zutiefst persönlich und gleichzeitig universell.« Aamulehti

Sirpa Kähkönen ist eine in Finnland vielfach preisgekrönte Bestseller-Autorin. Nach dreizehn Romanen und mehreren Sachbüchern wurde sie 2023 für »Komm, Mama« mit dem renommierten Finlandia-Preis ausgezeichnet. In dem autofiktionalen Werk widmet sie sich der tragischen Geschichte ihrer Familie, dem Schweigen, das zu ergründen sie sich zur Aufgabe gemacht hat, und der faszinierenden Geschichte ihres Landes. Sirpa Kähkönen lebt in Helsinki.
Moderation: Stefan Moster 

Ragnar Helgi Ólafsson: »Die Bibliothek meines Vaters« (IS | Verlag: Mikrotext)
Der Autor muss die Bibliothek seines Vaters, einst Verleger und selbst Autor, ausräumen und möchte es an einem Wochenende erledigen. Sehr schnell wird klar, dass diese Zeitplanung eine Schnapsidee ist. Also entscheidet er sich dafür, zufällig Bücher aufzuschlagen. Er gleitet so in Gedanken und Zitaten nicht nur von Titel zu Titel, sondern jede aufgeklappte Seite bringt ihn zu anderen Fragestellungen:
Hat jedes Buch einen eigenen, einzigartigen Geruch? Können wir jemals über den Verlust der verbrannten Bibliothek von Alexandria hinwegkommen? Was haben seltsame regionale Geschichten über Geister, Feen und arme Bauern in Island im 19. Jahrhundert mit dem 21. zu tun? Wann genau wird die Sonne voraussichtlich ausbrennen? Und wie können diese Fragen dazu beitragen, unserem Leben und unserer Existenz heute einen Sinn zu geben?
Ein nachdenklicher, tröstender Text über alte Bücher und was aus ihnen heute noch zählt.
Überraschend, melancholisch, poetisch, persönlich, allgemein, aber auch komisch ist Die Bibliothek meines Vaters eine Erzählung über den Umgang mit Erbe, privatem und literarischem, und der Frage, was wir eigentlich in eine nächste Generation hinüberretten wollen und können.

Ragnar Helgi Ólafsson wurde 1971 in Reykjavík geboren, wo er auch lebt. Er ist ein bekannter isländischer Schriftsteller und zugleich als Bildender Künstler, Verleger, Musiker, Grafiker und Vogelretter tätig. Bereits für seinen ersten Gedichtband Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können (Elif Verlag, 2017) wurde er mit dem Tómas-Guðmundsson-Poesie-Preis ausgezeichnet; für seine Story-Sammlung Handbuch des Erinnerns und Vergessens (Elif Verlag, 2020) war er für den Isländischen Literaturpreis in der Kategorie Belletristik nominiert. Seine Gedichtsammlung Lose Blätter (Elif Verlag, 2023) erhielt eine Nominierung für den Nordischen Literaturpreis 2023. Die Bibliothek meines Vaters, im Original 2018 erschienen, wurde in der Kategorie Sachbuch nominiert
Übersetzung: Jón Thor Gíslason und Wolfgang Schiffer

Auður Ava Ólafsdóttir: »Eden« (IS | Suhrkamp Verlag)

Alba ist Dozentin an der Universität von Reykjavík, als Expertin für aussterbende Sprachen fliegt sie von einer Konferenz zur nächsten. Wie viele Bäume muss ich pflanzen, fragt sie sich, um meinen CO2-Fußabdruck zu kompensieren? Wenig später erwirbt sie außerhalb von Reykjavík ein altes Haus mit einem Stück Land. Ihr Leben in der Hauptstadt interessiert sie immer weniger, es ist Zeit, sich neu zu erfinden. Immer mehr fügt sie sich in die Dorfgemeinschaft ein. Es ist, als hätte man dort nur auf sie gewartet. Chor und Theaterverein suchen neue Mitglieder und die im Dorf ansässigen Flüchtlinge brauchen eine Sprachlehrerin. Eine mütterliche Beziehung entsteht zu dem 16-jährigen Waisen Danyel, mit dessen Hilfe sie an ihrem Garten Eden baut – ihrem Zufluchtsort in einer immer chaotischer werdenden Welt.
Das berührende Porträt einer verschlossenen Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavík, die ihre akademische Laufbahn an den Nagel hängt und aufs Land zieht. Von der Dorfgemeinschaft aus der Reserve gelockt, beginnt sie ein neues, ein ganz anderes Leben.

Audur Ava Ólafsdóttir, eine der besten Schriftstellerinnen Islands, lebt in Reykjavík. Sie schreibt Romane, Theaterstücke und Gedichte. Ihre Bücher, in 25 Sprachen übersetzt, wurden vielfach ausgezeichnet. Für ihren Roman Miss Island erhielt sie in Frankreich 2019 den Prix Médicis étranger für den besten ausländischen Roman des Jahres. Im Insel Verlag erschien zuletzt ihr Roman Hotel Silence.
Übersetzerin: Tina Flecken

Line Baugstø: »Evil Grandma« (NOR| Rowohlt Verlag)

Als Mona erfährt, dass sie Großmutter wird, bricht sie nicht vor Freude in Tränen aus – sie bekommt eine mittelschwere Panikattacke. Kurz vor der Rente hat sie keine Lust, die letzten schönen Jahre mit der aufopferungsvollen Betreuung eines Enkelkinds zu verbringen, wie es ihr Sohn Thomas und seine Freundin Alma zweifellos erwarten. Als die werdenden Eltern wegen eines Wasserschadens für ein paar Wochen in Monas kleiner Wohnung unterkommen, beginnt die Situation zu eskalieren. Mona kocht und räumt für alle auf, während Thomas und Alma nur vor ihren Handys hängen. Mona muss raus! Mit ihrer besten Freundin Annemor verbringt sie ein Wochenende auf dem Land. Der Abend beginnt mit zu viel Wein und endet damit, dass Mona einen Instagram-Account hat: Evilgrandma65. Ein Spaß, der eine ungeahnt explosive Wirkung entfaltet…

Line Baugstø, geboren 1961 in Kristiansand, ist Autorin und Journalistin. Ihr literarisches Debüt gab sie 1986 und veröffentlicht seitdem Romane, Kurzgeschichten und Kinder-und Jugendbücher, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden.
Übersetzung: Nora Pröfrock

Maria Navarro Skaranger: »Emily Forever« (NOR | Luchterhand Verlag)

Emily ist neunzehn Jahre alt und schwanger. Ihr Freund Pablo ist vor Kurzem zur Tür hinaus, »um eine Sache zu regeln«, und seitdem nur sporadisch auf dem Handy zu erreichen. Ihre Mutter, die Emily allein großgezogen hat, entscheidet sich, zu Emily in die winzige Wohnung zu ziehen, um ihr vor und nach der Geburt unter die Arme zu greifen. Dann ist da noch Emilys Nachbar, der überlegt, ob es in Ordnung ist, sich in Emily zu verlieben, obwohl er noch nie ein Wort mit ihr gewechselt hat. Und Emilys Chef im Supermarkt hat möglicherweise auch Gefühle für sie, weiß aber nicht, wie er sich bemerkbar machen soll. Emily hat sicher andere Sorgen. Oder sorgt sie sich vielleicht zu wenig? Höchst originell und mit viel Empathie und Humor umkreist Maria Navarro Skaranger in »Emily Forever« die Frage, wie eine Frau wie Emily von anderen gesehen wird, von denen, die zu wissen glauben, wer sie ist und wie ihr Leben verlaufen sollte. Ein schmerzlich ergreifender Roman über Armut, Klassenscham und bedingungslose Solidarität.

Maria Navarro Skaranger wurde 1994 in Oslo geboren. Schon 2015, mit nur 21 Jahren, veröffentliche sie ihren ersten Roman, der mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem norwegischen Debütpreis für Prosa. Auch ihr zweiter Roman gewann zahlreiche Preise, darunter der Literaturpreis der Europäischen Union. Ihr dritter Roman »Emily Forever« verhalf ihr zum internationalen Durchbruch und wurde von Leser*innen und Presse euphorisch gefeiert
Übersetzung: Julia Gschwilm

Mattias Timander: »Dein Wille wohnt in den Wäldern« (SE | Allee Verlag)

Er ist Anfang zwanzig und lebt als einer der Letzten seiner Generation in einem abgelegenen nordschwedischen Dorf, die Landschaft von karger Schönheit, die Menschen so eng und zerklüftet wie schlicht. Zwar deuten sich überall schmerzliche Geheimnisse an, doch Antworten erhält der Suchende nicht. Auf keine seiner Fragen.
Erst als er zu lesen beginnt, eröffnet ihm, einem bald Besessenen, die Literatur eine gänzlich neue Welt. Auch Antworten deuten sich an. Mit dem reißenden Strom seiner Gedanken spült es ihn schließlich in die große Stadt. Dort begegnet er einer manischen Literatin und taucht ein in die sich lustvoll zelebrierende Bohème. Doch Antworten scheinen ferner denn je. Erst als etwas Unvorhergesehenes geschieht, ahnt er, worin diese liegen könnten, und handelt, ohne zurückzuschauen.
Dein Wille wohnt in den Wäldern ist ein stiller, aber unerschrockener Roman über Herkunft, Zugehörigkeit und das Leben zwischen Schweigen und Sprache.
Das schwedische Original ist in einer Mischung aus nordschwedischem und tornedalischem Dialekt sowie der Minderheitensprache Meänkieli verfasst.

Mattias Timander (*1998) gehört der ethnischen Minderheit der Tornedaler an und wurde 1998 in Kiruna – der nördlichsten Stadt Schwedens – geboren. Heute lebt er in Stockholm, wo er nach einem literaturwissenschaftlichen Studium als Kulturjournalist und freier Autor arbeitet.
2018 bis 2020 war er im Alter von nur zwanzig Jahren Bürgermeister von Kiruna – der jüngste in der schwedischen Geschichte. Anschließend arbeitete er bis 2022 für die Bonnier Verlagsgruppe, für die er Gespräche mit Autorinnen und Autoren moderierte.
Sein Debütroman Dein Wille wohnt in den Wäldern wurde mit dem De-Nios-Jul-Preis (2024) ausgezeichnet und war für den Katapult-Preis (2024), den Adlibris-Preis für das Debüt des Jahres (2024), den Norrlands Literaturpreis (2025) sowie den Borås-Tidnings-Preis (2025) nominiert.
Übersetzung: Hanna Granz

Lisa Ridzén: »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen« (SE | btb Verlag)

Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau in einem Pflegeheim für Demenzkranke lebt, sind Bos Tage viel zu lang. Sein Kontakt beschränkt sich auf seinen Hund Sixten und die täglichen Besuche vom Pflegedienst. Hans, sein Sohn, kommt dagegen nur selten vorbei und traut ihm vor allem gar nichts mehr zu. Jetzt will er ihm auch noch den Hund wegnehmen. Dabei braucht Bo seinen geliebten Vierbeinigen so dringend wie noch nie. Warum versteht das niemand? Der drohende Verlust seines Hundes bringt Bo dazu, die Schlüsselmomente seines Lebens zu überdenken. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ist ein brillant geschriebener, weltweit gefeierter Roman voller Witz und Wärme über das, was im Leben wichtig ist und uns mit Zuversicht erfüllt.

Lisa Ridzén, geboren 1988, ist Doktorandin der Soziologie und erforscht Männlichkeitsnormen in den ländlichen Gemeinden im hohen Norden Schwedens, wo sie selbst aufgewachsen ist. Heute lebt sie mit ihrem Hund in einem kleinen Dorf außerhalb von Östersund. Die Idee zu ihrem Debütroman »Wenn die Kraniche nach Süden ziehen« entstand, als sie ein Heft mit Notizen entdeckte, die das Pflegeteam ihres Großvaters der Familie nach dessen Tod hinterlassen hatte. Während des Schreibens besuchte Lisa Ridzén die Långholmen Writers Academy. Ihr Roman wird von Presse und Leser*innen weltweit gefeiert, erhielt zahlreiche Preise (2024 Best Book of the Year und Swedish Bookseller Award) und erscheint in 39 Ländern.


Achtung: Anderer Veranstaltungsort! Im Werk 2/Halle A